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Der Aufschwung
Neues Leben blüht aus den Ruinen
Im Wohnungsbestand war die Bilanz kaum weniger desolat: 108 Häuser mit 375 Wohnungen total zerstört, 36 Häuser mit 172 Wohnungen waren teilzerstört oder schwer beschädigt und 82 Häuser mit 355 Wohnungen beschädigt.
Insgesamt waren 43 % des Bestandes betroffen. Im Kernbestand in Findorff waren nahezu zwei Drittel der Wohnungen unbrauchbar.
Zu den Genossenschaftsmitgliedern, die ihre Wohnungen verloren hatten, kamen die geflüchteten Eisenbahner aus dem Osten.
Sehr viel Not und Elend konnte in jenen Tagen von den Aktiven unserer Genossenschaft gelindert werden. Und jeder, der noch über unzerstörte vier Wände verfügte, leistete durch Einquartierungen seinen Beitrag.
Das Wirtschaftswunder kommt mit Riesenschritten
Der Anfang war schwierig. In der D-Mark-Eröffnungsbilanz am 21. Juni 1948 standen noch 3 Mio. Mark, die Spareinlagen wurden mit 242.300 Mark bewertet und etwa 2400 Mitglieder waren der Genossenschaft erhalten geblieben.
Sowohl die Bundesbahn in der Fürsorgeverpflichtung für ihre Mitarbeiter wie auch Land und Stadtgemeinde Bremen halfen bei der Finanzierung von Reparaturen und Neubauten.
Dies war die Zeit der Kühlschränke und Waschautomaten, der Zentralheizungen und der
"Elektrifizierungen" der Küchen, die plötzlich nur noch halb so groß waren, wie noch Jahre zuvor.
Es war aber auch die Zeit der Öffnung der Genossenschaft. Denn jetzt konnten nicht nur Eisenbahner Mitglied werden.
Zwischen der Währungsreform und dem 75. Geburtstag von Espabau 1968 entstanden 1500 Wohnungen. Die Zahl der Mitglieder stieg auf über 3.300, die Bilanzsumme auf 35,4 Mio. Mark.
Dies war die Zeit des stürmischen Wachstums, einer Entwicklung, in deren Mittelpunkt vor allem das Weidedamm-Viertel stand.
Senioren gehören nicht aufs Abstellgleis
Auch die 70er Jahre brachten der Eisenbahn Spar- und Bauverein eG noch Zuwachs und Fortentwicklung. "Wir haben Vertrauen - wir bauen weiter!" - lautete eine Losung aus dieser Zeit, in der zusätzlich die bedarfsgerechte Bebauung den Bestand veränderte.
Mit "Jan Reiners" konnten 1972 die ersten 34 Seniorenwohnungen ihrer Bestimmung übergeben werden, inzwischen bewirtschaftet Espabau bereits drei derartige Projekte. Die Pflege des vorhandenen Wohnungsbestandes besitzt im Hause Espabau eine hohe Priorität.
Als Beispiel dafür gilt nicht allein der Breitenbachhof in Gröpelingen, einer der Traditionsbauten der Genossenschaft, sondern auch viele liebevoll erhaltene und modernisierte Gebäude in Findorff. Laufend wurde auch die Technik den zeitgemäßen Anforderungen angepaßt.
Zeitgleich spielte seit rund zwei Jahrzehnten die Entwicklung des Weidedamm-Viertels eine dominierende Rolle. Hier ist in geradezu vorbildlicher Weise die Arrondierung traditioneller Wohnbezirke gelungen.








